About Me - oder ein bisschen Bio(-grafie)

Mein Name ist Pete Fink, geboren und aufgewachsen in München, und seit dem Jahr 2006 professionell unterwegs in Sachen Motorsport.

Alles begann als einfacher Redakteur bei Motorsport-Total.com mit dem Themen-Schwerpunkt US-Racing. Von da aus ging es Stück für Stück die Leiter nach oben.

Seit 2012 darf ich (u.a.) auf Motorvision TV zahllose Live-Rennen kommentieren und bin mittlerweile Autor mehrerer NASCAR-Bücher. Na klar hängt mein Herz vor allem am amerikanischen Motorsport, sei es NASCAR, IndyCars oder die IMSA. Auch die australischen V8 Supercars begeistern mich seit vielen Jahren, obwohl ein Live-Besuch in Down Under bisher noch nicht geklappt hat. Aber dafür gibt es ja eine To-Do-Liste.

Und weil ich weiß, dass viele von euch extrem neugierig sind, habe ich auf dieser Seite ein paar Dinge zusammengesammelt, die mich in meinen vergangenen Motorsport-Jahren bewegt haben. Viel Spaß beim Stöbern!

Komplette Sendungen oder Podcasts auf:

2021 und eine wunderschöne Premiere: Die IndyCars LIVE auf Motorvision TV

Lange hat es gedauert, aber im April 2021 war es endlich soweit: Das erste Live-Rennen der IndyCars auf Motorvision TV. Und dann auch noch St. Petersburg in Florida oder kurz: Der Pete in St. Pete. Passender geht es doch nicht, oder? Es war für mich ein sehr bewegender Moment in die legendären Fußstapfen von Stefan Heinrich und Manfred Jantke zu treten, die schon vor Jahrzehnten ein fester Bestandteil meiner Sonntagabende waren.

Und weil die IndyCars natürlich einen Großteil der damaligen Motorsport-Total-Rubrik US Racing ausgemacht haben, waren die US-Open-Wheeler seit 2006 sozusagen mein Daily-Business. Nun also endlich die TV-Premiere, für mich verbunden mit jeder Menge Gänsehaut! I like it!

2020 und das Kommentieren hinter Plexiglas

Es gibt Dinge, die man in seinem Leben wohl nicht für möglich gehalten hat, aber die Corona-Pandemie machte so etwas tatsächlich möglich – und leider auch nötig: Kommentieren mit Maske und Plexiglas. Na klar: die Maske durften wir irgendwann wieder abnehmen, schließlich wurden alle Beteiligten (gefühlt) doppelt und dreifach getestet.

Sogar die NASCAR musste damals, im Frühsommer 2020, fast drei Monate Pause machen, obwohl ich bis dahin der völligen Überzeugung war: Die Stock-Car-Jungs fahren nur dann nicht, wenn ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Umso schöner war dann das Comeback-Rennen im Mai 2020, wenn auch unter etwas erschwerten Bedingungen.

Das Positive an dieser ziemlich misslichen Situation: wir haben uns – wie ihr unschwer erkennen könnt – trotzdem immer noch furchtbar lieb 🙂

2020 und 24 Stunden nonstop am Mikro

Das 24-Stunden-Rennen von Daytona ist immer mein persönlicher Startschuss in eine neue Motorsport-Saison. Soll heißen: Endlich ist die Winterpause vorbei, das Hufe-Scharren hat ein Ende, jetzt kann es wieder losgehen. Bereits in den Vorjahren durfte ich das Daytona 24 einige Male für Motors TV kommentieren, aber im Januar 2020 gab es dann eine für mich unvergessliche Premiere: Wir waren wirklich 24 Stunden am Stück live auf Motorvision TV.

Ein tolles Team: Lenz Leberkern und meine Wenigkeit durften zwei Acht-Stunden-Schichten zu Beginn und am Ende absolvieren. Und weil die alten Herren bekanntlich ihren Schönheitsschlaf brauchen, übernahmen unsere Youngster Stefan Ehlen und Andre Wiegold die Nachtschicht.

2019 und die vielen Feedbacks der NASCAR-Fans

Was mir immer sehr gut gefallen hat, ist die direkte Kommunikation mit den NASCAR-Fans. Wenn die Fans in einer Live-Sendung auf Motorvision TV eine Email schreiben, dann geht diese ungefiltert direkt zu uns in die Kommentatoren-Kabine.

Dabei geht es bei weitem nicht nur um schnöde Siegertipps oder Wetterberichte, da geht auch um die diversesten Wortspiele, wenn ein NASCAR-Rennen mal wieder etwas langatmig daherkam. Insofern habe ich durchaus das Gefühl, dass wir über die Jahre hinweg eine sehr treue NASCAR-Gemeinde aufbauen konnten.

Und das wiederum gipfelte irgendwann darin, dass wir Bildgrüße von der Startlinie in Daytona bekamen (Bild unten) oder uns im Rahmen der Rechtevergabe 2019 fast schon sakral anmutende Emails erreichten.

2018 und ein Shake-Hands mit Bobby Labonte

Ein echter Gänsehautmoment ist es für mich immer dann, wenn ich einem der ehemaligen NASCAR-Champions über den Weg laufe. „King“ Richard Petty habe ich einmal in der NASCAR-Garage die Hand schütteln dürfen – und stand dabei sozusagen im mentalen Achtung.

Der legendäre Cale Yarborough saß in der Daytona-Kantine am Nebentisch und „durfte“ natürlich ein kleines Schwätzchen mit mir halten. Mit Jeff Gordon durfte ich in meiner bisherigen Karriere bisher gleich zwei Interviews führen, während sich Jimmie Johnson mir immer knapp entziehen konnte. Und ein Dale Jarrett kommt dir im NASCAR-Boxenbereich quasi permanent in die Quere.

Aber dass ich einen echten NASCAR-Champion bei uns in Deutschland, genauer gesagt, auf dem Hockenheimring, treffen kann, das hätte ich mir nicht erträumen lassen.Zumindest nicht bis zum Sommer 2018, als sich Bobby Labonte in der NASCAR Whelen Euro Serie die Ehre gab und ein paar Gaststarts hinlegte – natürlich passsend in einem giftgrünen NASCAR-Boliden. Herzlichen Dank für das Shake-Hands!

2017 mit Stefan Ehlen und dem Optativ

Hand auf’s Herz: Wisst ihr, was ein Optativ ist? Ich gebe ganz offen zu, dass ich es auch nicht wusste, obwohl ich tatsächlich irgendein Latinum besitze und es in der Schule eigentlich gelernt haben sollte. Vermutlich habe ich es auch gelernt, nur halt wieder – wie so viele andere Dinge auch – vergessen.

Umso schöner ist es, wenn du Kollegen besitzt, deren grammatikalische Kenntnisse erstens weit über das deutsche Sprachgefühl hinaus gehen und die zweitens ihr faszinierendes Wissen live auf Sendung auch gnadenlos raushauen. So geschehen irgendwann mit Stefan Ehlen und so wurde aus einer stinknormalen NASCAR-Übertragung ohne großartiges Mäandern plötzlich ARTE TV. Ganz sicher kam dem Stefan auch kein Rennen dazwischen, sodass ich dazu nur noch sagen kann: Reschpekt! Und beim Kickern werde ich auf immer und ewig ungeschlagen bleiben.

2016 mit NWES-Chef Jerome Galpin und dem Siegerpokal

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft wir in unseren Live-Übertragungen gefragt worden sind, wann die NASCAR-Stars endlich mal nach Europa kommen. Unsere Dauer-Antwort dazu lautet: Nie. Warum?

Weil die Jungs von Februar bis November jedes Wochenende in den USA fahren und NASCAR immer sagte, sie würden es viel lieber sehen, wenn sich in anderen Regionen dieser Welt eine eigene NASCAR-Szene aufbauen würde.

Jerome Galpin ist es zu verdanken, dass sich seit ein paar Jahren auch in Europa etwas tut. Er ist der Mastermind hinter der NASCAR Whelen Euro Serie und es war mir eine große Ehre, ihm im Sommer 2016 ganz persönlich die Daumen zu drücken und viel Erfolg dabei zu wünschen. Das Ganze natürlich standesgemäß direkt vor dem NASCAR-Europapokal.

Die "Fab4" auf der NASCAR-Party 2015

Was waren das noch für tolle Zeiten! NASCAR-Jahresabschlussfeier von Motorvision TV in München bei Geiger Cars – und Hunderte von „bekloppten“ NASCAR-Fans, die nur für diese Party aus Halb-Europa angereist waren.

German Home of NASCAR hieß es damals, und dieser Slogan gilt übrigens heute noch im deutschsprachigen als inoffizieller Twitter-Hashtag.

Und selbstverständlich waren dann auch die damaligen vier NASCAR-Stammkommentatoren zur Anwesenheit verpflichtet. Soweit ich weiß, ist dies das einzige Gruppenfoto von damals. Von links nach rechts: Meine Wenigkeit, Lenz Leberkern, Mario Fritzsche und Stefan Heinrich. Oder kurz: Die Fab4 🙂

Wie gesagt: Das waren wirklich Klasse-Zeiten!

2015 und der erste Siegerschluck aus der Champus-Pulle

Ein ganz besonderes Highlight geschah im Sommer 2015, im Rahmen der NASCAR Whelen Euro Serie (der NASCAR-Europameisterschaft) auf dem niederländischen Raceway Venray. Philipp Lietz war damals das gesamte Wochenende sauschnell unterwegs und hat mich quasi als Spotter/Crewchief/Chef-Stratege „missbraucht“.

Als er dann am Samstag, im ersten Rennen, von der Pole-Position aus vorne weg fuhr, dachte ich mir: Na gut, der Phil gewinnt das Ding eh, dann kann ich ja in Ruhe nach Hause fahren, schließlich muss ich morgen in München wieder kommentieren.

Aber als ich schon auf dem Parkplatz war, dachte ich mir: Nein, das lass ich mir jetzt nicht entgehen – und bin wieder umgedreht. Gerade noch rechtzeitig zur Siegerehrung und als Phil mich sah, hat er mir seinen Sieger-Champus in die Hand gedrückt. So kam ich zu meinem allerersten Original-Siegerschluck – und glücklicherweise hat Nicole Loewy diesen unvergesslichen Moment festgehalten!

2013 und 2014 in NASCAR-USA

Früher, als ich noch „jung“ war, habe ich keine Chance ausgelassen, NASCAR-Live in den USA zu erleben. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert, weil es auch richtig viel Spaß gemacht hat, jedes Wochenende die Live-Rennen der NASCAR für Motorvision TV in München zu kommentieren. Und beides parallel geht nunmal leider nicht.

Oft war ich alleine drüben, aber viel schöner war es, wenn der eine oder andere Kollege mitgeflogen ist. Zum Beispiel werde ich nie vergessen, wie es dem bekennenden Jeff-Gordon-Fan Mario Fritzsche erging, als er dann in Daytona zum ersten Mal seinem großen NASCAR-Idol Face-To-Face gegenüberstand (und Britta Eggert natürlich rein zufällig auf den Auslöser an ihrer Kamera drücken konnte).

Tab Boyd ist seit 2007 einer meiner besten NASCAR-Kumpels, zunächst als Spotter von Juan Pablo Montoya, später Joey Logano und aktuell in Diensten von William Byron. Und Las Vegas 2014 war insofern unvergesslich, weil wir von Claire B. Lang für das offizielle NASCAR-Radio interviewt wurden. Leider gibt es davon keine Fotos, aber das mp3 habe ich noch 🙂

Das erste NASCAR-Buch 2012

Der Mai 2012 wurde in unserer Familie quasi zu einem Feier-Monat, denn damals erschien mein erstes NASCAR-Buch. Das war schon extrem spannend, denn es ist einfach etwas ganz anderes, plötzlich sein eigenes Buch in den Händen halten zu dürfen. Das ist gegenüber dem stinknormalen Redaktionsdienst nochmal ein paar Schippen drauf, das war damals Gänsehautentzündung pur. Umso mehr freut es mich auch heute noch, wie supergut das Buch (und seine Nachfolger!) bei den Fans angekommen ist. Einfach nur klasse!

Übrigens: Nur kurze Zeit später befand sich das Buch übrigens schon auf einer kleinen Weltreise. Einer der allerersten Käufer hat es sich in den Urlaub mitgenommen, am Strand der Kapverdischen Inseln gelesen und mir ein kleines Beweisfoto geschickt.
Und der Autor? Der war natürlich sauber neidisch …

NASCAR-Sitzanpassung 2011

Es gibt auch in Europa einige originale NASCAR-Boliden älteren Jahrganges. Zum Beispiel der liebe Kollege Lenz Leberkern und Stefan Oberndorfer hatten solche V8-Geräte und waren (und sind) regelmäßig für diverse Show-Runs unterwegs.

Aus welchem Anlass heraus wir im Sommer 2011 am Red-Bull-Ring in Spielberg waren, weiß ich nicht mehr. Das habe ich leider vergessen. Nur eines weiß ich noch: Das Einsteigen in einen Original-NASCAR gestaltet sich für meinem Körperbau nicht unbedingt als die einfachste Übung, wie die liebe Britta Eggert fotomäßig eindrucksvoll dokumentieren konnte.

Aber eines sag‘ ich euch: Ich kam da rein! Fragt mich bitte nur nicht, wie 😉

"Crew-Mitarbeiter" in Detroit 2008

Die Belle Isle von Detroit, auch eine unvergessliche Episode. Porsche war damals zusammen mit Team Penske werksseitig in der ALMS unterwegs, man setzte in der LMP2 den legendären Porsche Spyder RS ein, Hauptsponsor war DHL.

Natürlich durfte man nur mit einem feuerfesten Overall in die Boxengasse und ich kann euch sagen: Das Teil hat wie angegossen gepasst. Sensationell! Schade, dass ich ihn im Anschluss wieder zurückgeben musste.

Detroit war natürlich ein Heimspiel für Roger Penske, deswegen gab es ein Double-Header-Wochenende mit ALMS und IndyCars, damals noch mit Danica Patrick im Andretti-Cockpit. Leider habe ich Danica Patrick nur aus größerer Entfernung zu Gesicht bekommen, was mir danach zu ihren NASCAR-Zeiten übrigens auch immer wieder passiert ist.

Warum? Es schwirrten einfach viele zu viele komische, neugierige Presse-Fuzzis wie ich um sie herum …

Steilkurven-Test in Bristol 2007

Der Bristol Motor Speedway, Thunder Valley oder: The Last Great Colosseum. Ich habe in Sachen Motorsport ja schon viel gesehen, zig Formel-1-Veranstaltungen von Silverstone bis Monza, oder die 24 Stunden von Le Mans und am Nürburgring, usw. Aber so einen Hexenkessel wie im Sommer 2007 habe ich noch nicht erlebt. Beeindruckend!

Übrigens, bevor ich es vergesse: Herzlichen Dank an Günther Steiner, heute Chef vom Haas-F1-Team und damals Chef von Team Red Bull USA, der mich nach Bristol eingeladen hatte. Denn an normale Tickets zu kommen, war 2007 aussichtlos und für das Mini-Medien-Center im Mini-Infield gab es damals nur Akkreditierungen für die NASCAR-Stammleute.

Insofern kam ich damals tatsächlich noch in den Genuss von 165.000 wildgewordenen NASCAR-Fans, die dieses Kolosseum quasi auf links gedreht haben. Und weil es so schön war, durfte ich irgendwann am Wochenende auch auf die Bahn und konnte austesten, wie steil das Banking wirklich ist. Darüber streiten sich die NASCAR-Gelehrten, die offiziellen Angaben gehen von 30 bis 36 Grad. Meine bescheidene Meinung: So schräg wie das Ding ist, sind es mindestens 40 🙂 Was aber in jedem Fall hängen geblieben ist: dieses Wochenende hat mich zum ersten Kapitel in meinem ersten NASCAR-Buch inspiriert.